Ein Badesee vor dem Deich - Schnapsidee oder touristisches Leitbild

Die Husumer Nachrichten schreiben dazu hier.

 

Die alte Sehnsucht, die Gezeiten überlisten zu können, beschert uns womöglich einen Badesee vor dem Deich. Baden zu jeder Tageszeit, egal ob gerade Flut ist oder nicht. Bekommen wir die kleine Ausgabe der "Büsumer Perlebucht"? Und das ausgerechnet an dem Ort, an dem schon einmal ein Freibad stand. Das Freibad, dass Jahre später zugeschüttet werden musste. Ist das wirklich schon alles vergessen?

 

Auch damals haben Fachleute ausgerechnet, dass dieses Bad dort problemlos betrieben werden kann. Wir mussten leidvoll lernen, dass der Blanke Hans nicht ausrechenbar ist. Folge, das Bad musste zugeschüttet werden.

Nun soll also an genau der selben Stelle ein Badesee entstehen und wieder arbeiten ganze Büros von Ingenieuren daran, uns zu versichern, wie toll das funktionieren wird. Es soll ein touristisches Leitbild werden mit entsprechend hoher Förderquote. So weit, so gut oder nicht?

Andererseits ist aber auch bekannt, dass die Sturmfluten und deren Intensität zugenommen haben. Die Dockkoogspitze wird überflutet und das immer häufiger.

Alles was wir dort hinstellen und aufbauen, muss das aushalten können!

Aber warum dieser ganze Aufwand? Wir haben ein sehr schön gelegenes Freibad in Schobüll, also gerade mal ein paar Kilometer weiter nördlich. Der große Unterschied ist allerdings, dass es sich dort um ein richtiges Freibad handelt mit geprüfter Wasserqualität, ebenfalls mit Blick auf das Wattenmeer und vor allen Dingen - Sturmflutsicher gelegen.

Ach ja und dann war da noch die spontane Idee, den See im Winter als Schlittschuhbahn nutzen zu können. Das ist nun wirklich eine Schnapsidee! Salzwasser gefriert erst bei tieferen Temperaturen und das Eis eignet sich schlecht bis gar nicht zum Schlittschuhlaufen. Außerdem haben wir eine Freifläche an der Ostenfelderstraße und eine Freifläche in Schobüll als Eisbahn. Die müssten allerdings vor dem einsetzenden Frost mit Wasser gefüllt werden, was allein schon ein Problem darstellt.

 

Apropos: Die "Büsumer Perlebucht" ist auch bereits einmal durch eine Sturmflut schwer geschädigt worden.

 

Und hier der sehr schöne Artikel der Husumer-Nachrichten v. 23.04.2018