Wählergemeinschaft

Husum

Der Ortsteil Schobüll soll für Touristen attraktiver werden

Mit dem Standort von Bad und Campingplatz als Kernstück.

 

Husumer Nachrichten online v. 15.03.2019

 

 

Husum | Politik und Verwaltung kam es klar auf die Signalwirkung an: „Mit dem Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan Nr. 105 ,Campingplatz Schobüll‘ wollen wir zeigen, dass uns die touristische Entwicklung des Bereichs am Herzen liegt und Bewegung in die Sache kommt. Und uns selbst binden“, so Bürgermeister Uwe Schmitz auf der jüngsten Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses. Ziel sei die „Schaffung der planungsrechtlichen Voraussetzungen für eine hochwertige touristische Nutzung, die die Funktionen Camping, Gastronomie und Baden vereint“. Und er hatte auch gleich eine Ergänzung zur Vorlage parat: „Da soll es heißen: ,Für den Stadtteil Schobüll sind der gegenwärtige Standort des Campingplatzes Seeblick sowie des Schobüller Freibads von herausragender touristischer Bedeutung‘.“ Ein kleiner, aber bedeutsamer Zusatz: Nichts, was da jetzt steht, ist damit in seiner Existenz festgeschrieben.

Das fiel auch den Schobüllern auf, die der Sitzung beiwohnten. Zumal auch das Ziel der Entwicklung das bewusst offen ließ. So meldete sich Isabell Thomas (WGH) für die Schobüller Vertretung aus der Zuhörerschaft zu Wort: „Wir sind sehr skeptisch, was den Begriff ,Baden‘ betrifft. Damit ist völlig unklar, ob das Freibad oder die beliebte Sauna weiterbetrieben werden“, klagte sie.

Es ist völlig unklar, ob das Freibad oder die beliebte Sauna weiterbetrieben werden. Isabell Thomas, Schobüller Vertretung

 

Schmitz betonte, dass der Begriff bewusst offen lasse, ob Baden im Bad oder im Meer gemeint sei. Und Bürgervorsteher Martin Kindl sagte: „Es ist gut und wichtig, bei einer solchen Maßnahme offen zu halten, was genau geschehen soll. Sonst nimmt man dem späteren Planer die Möglichkeit zur Kreativität. Was wir hier im Einzelfall wollen, können wir dann  konkret beschließen.“

Das sahen alle Ausschussmitglieder so und votierten einstimmig für die Annahme der Vorlage, einschließlich der vom Bürgermeister eingepflegten Änderungen. Die Schobüller allerdings blieben erkennbar misstrauisch.

 

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