Wählergemeinschaft

Husum

Aktionismus um jeden Preis?

Zu den Haushaltberatungen folgende Pressemitteilung:


Es wäre bedauerlich, wenn Bürgerinnen und Bürger im Zuge der Haushaltsberatungen 2018 lediglich
den Eindruck gewinnen, es bewege sich nichts in der Stadt Husum. Das Motto muss lauten „Make a
decision and stick to it, if you can pay for it” – “Entscheide und verfahre entsprechend, wenn Du es
auch bezahlen kannst“. Diese Weisheit gilt nicht nur im öffentlichen sondern auch im privaten
Bereich. Die WGH traut Bürgerinnen und Bürgern durchaus zu, einen solchen Ansatz nachvollziehen
zu können.

Der Kämmerer der Stadt Husum hat nach Einschätzung der WGH mit Recht im Vorwort
des Haushalts für 2019 auf Folgendes hingewiesen: „Vor einer Umsetzung scheint es geboten, die
unterfinanzierten Investitionen in die touristische Infrastruktur auf der Kleikuhle und am Dockkoog
einer Wirtschaftlichkeitsuntersuchung zu unterziehen, um Folgewirkungen bei den künftigen
Haushalten zu erkennen.“ Die derzeit diskutierten Großprojekte wurden eben nicht von Anfang an
mit Zahlen hinterlegt, sondern die hier aufgerufenen Millionenbeträge erreichten im Laufe der
Planungen immer größere Dimensionen. Die hier zu tragende finanzielle Verantwortung erstreckt
sich nicht nur auf die kommenden 2-3 Jahre. Die hohen Investitionen werden mit ihren Folgekosten
den städtischen Haushalt über einen langen Zeitraum belasten, und damit ist es längst nicht getan!
Schließlich hat sich die Politik mit so wichtigen Themen wie dem sozialen Wohnungsbau, dem
Breitbandausbau, dem Standortmarketing und der Sanierung der öffentlichen Einrichtungen im
Ortsteil Schobüll noch gar nicht befasst. Auch in diesen Bereichen sind künftig hohe Investitionen
nötig. Deswegen muss hier nach Einschätzung der WGH mit Umsicht und Weitsicht agiert werden.
Diese Zeit müssen wir uns nehmen, alles andere wäre reiner Aktionismus.