Wählergemeinschaft

Husum

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Neubau Hallenbad - warum die WGH die Standortentscheidung nicht mittragen kann

Lesen sie dazu den Redebeitrag  von Helmut Stemke im Stadtverordnetenkollegium
am 28. Juni 2018.

 

Neubau Hallenbad

  • Wir werden der Vorlage nicht zustimmen! Wir sind weiterhin für eine Vertagung mit dem Ziel intensiver Beratung. Die Beratung am Mittwoch war für ein 22 Mio. Projekt völlig unzureichend und unprofessionell. Unverständlich war auch das Desinteresse an der Finanzierung. Unser Antrag dazu wurde gar nicht erst zugelassen. Also Abstimmung ohne Finanzierungskonzept.
  • Für uns gilt „Gründlichkeit vor Schnelligkeit.“ Beispiel: Verkauf von Teilen der Stadtwerke oder dem Bau eines Hafens für Offshore. Wir lehnten damals ab, dies hat sich als richtig herausgestellt! Was uns „Schnelligkeit vor Gründlichkeit“ bringt, zeigt uns auch der übereilte Beschluss zur Halliglösung im Dockkoog. Nichts!
  • Das Defizit dieses Bades hält sich nur dann in Grenzen, wenn die Prognosen für eine enorme Steigerung der Badegäste und der Saunagäste zutrifft. Wenn nicht, dann befürchten wir enorme finanzielle Probleme für die nächsten Jahrzehnte. Eine Steigerung der Besucherzahlen erreichen wir nur, wenn neben einer überzeugenden funktionalen Ausrichtung eine attraktive Lage sichergestellt ist.

  • Beispiel: Was haben das Husumer Shopping Center und unser Hallenbad gemeinsam? Beide Projekte sind nur dann erfolgreich, wenn die berechnete Anzahl der Besucher bzw. der Kunden zutrifft.
  • Ein Neubau des HSC auf der Wiese wäre wesentlich billiger gewesen. Trotzdem hat man sich für die teure Innenstadt entschieden. Warum, weil auf die Lebensdauer des HSC bezogen die teure Variante am Ende wirtschaftlicher ist!
  • Wenn jetzt die Husumer Wirtschaft aufgrund ihrer Erfahrungen zum Thema Attraktivität und Wirtschaftlichkeit fordert, dass wir die Entscheidung vertagen, dann können die Argumente der WGH doch nicht reiner Unsinn sein!
  • Bei der Entscheidung für OBI wurden weder die Besucherzahlen noch der Kaufpreis von 680.000 € für das Grundstück ausreichend berücksichtigt. Argumente für den Porrenkoog wie z.B. drei Hotels in der Nähe, das geplante 100-Zimmer Hotel im Dockkoog, oder dass die Innenstadt fußläufig erreichbar ist sowie der geplante neue Bahnübergang zum Dockkoog wurden gar nicht oder unzureichend bewertet.
  • Der Porrenkoog ist planungstechnisch sehr anspruchsvoll und die Rahmenbedingungen sind schwierig. Ein Bad dort wird mit Sicherheit teurer als bei OBI. Für die Berechnung der Wirtschaftlichkeit sind auf 40 Jahre gesehen jedoch auch die Besucherzahlen wichtig.
  • Bei uns bleibt der Eindruck, dass die Fragestellung lautete. „Welche Gründe sprechen gegen den Porrenkoog. Wir fragen, „Was müsste getan werden, um diesen Standort zu nutzen? Also: Wie viel mehr Fläche wird benötigt? Was kostet diese? Schnell hätte man erkannt, wie komplex die Thematik ist. Die Folgerung wäre gewesen, Gespräche mit den Eigentümern, dem LKN, dem WWF und der Naturschutzbehörde (runder Tisch) zu führen. Wie erfolgreich Gespräche sein können, zeigt das Beispiel Dünentherme in St. Peter Ording. Man hat es geschafft, sie durch geschickte Verhandlungen auf eine unter Naturschutz stehende Düne zubauen. Anmerkung: Wir wollen weder eine Therme, noch St. Peter- Ording oder Büsum kopieren)
  • Auch wir können heute nicht bewerten, ob unser Standortvorschlag letztlich zu realisieren ist. Wir beharren deshalb nicht stur auf unseren Vorschlag, haben aber eine saubere Abwägung beider Standorte gegeneinander erwartet. Dies hat nach unserer Bewertung nicht ausreichend stattgefunden.
  • Deshalb unsere Forderung auf Vertagung, um die gewonnene Zeit zu nutzen und beide Standorte objektiv und wertneutral zu bewerten sowie alle Beteiligten an einen runden Tisch zu holen.